Ernährung

Kann die Ernährung Endometriose beeinflussen?

Endometriose ist nicht heilbar. Dennoch kann bei Endometriose Ernährung beeinflussen. Gerade rund um die Periode, wo die Schmerzen am stärksten sind. Somit werden die Symptome gelindert, was zu einem grösseren Wohlbefinden führt.

 

Endometriose Ernährung – Generelle Empfehlung

Im Grunde ist es ganz einfach und die generellen Empfehlungen sind:

 

  • Viel frisches Gemüse und Obst: Brokkoli, Spinat, Kohl, Tomaten, Kartoffeln, Beeren Orangen, Bananen und GrapefruitsEndometriose Ernährung
  • Wie bei der klassischen Diät: Weisses Fleisch wie Hühnchen und Pute ist Trumpf
  • Wer’s mag: Thunfisch, Sardellen, Schalentiere und Lachs helfen ausgezeichnet
  • Soja: Soja ist ein Wundermittel, so hilft alles aus Soja wie Mehl, Sprossen, Bohnen und Tofu
  • Vollkornprodukte, deren Vielzahl wir gar nicht alle auflisten können
  • Körnen sowie Samen: Sesam, Leinsamen, Sonnenblumenkerne sind nur einige davon
  • Magnesium ist Trumpf: Dazu gehören Reis, Mais, Haferflocken oder Weizenkeime
  • Etwas Geschmack ans gesunde Essen? Olivenöl (kaltgepresst), Fischöl, Leinöl und Rapsöl sind die Favoriten

Wie lassen sich Entzündungen hemmen

Der Körper benötigt dringend ungesättigte Fettsäuren. Omega 3, Linolensäure sind einige davon. Man muss daher viel Leinsamen, Sesam, Sonnenblumenkerne, Nüsse und kaltgepresste Öle zu sich nehmen. Endometriose ErnährungDamit stellst Du entzündungshemmende Prostaglandine her. Helfen wird aber auch Meeresfisch und Geflügel. Diese sollten wie bei jeder gesunden Ernährung mindestens 3 x pro Woche auf dem Speiseplan stehen. (Denke an die Regel: ziehe weisses dem roten Fleisch vor!) Dies hilft natürlich nur, wenn gleichzeitig auf die Vermeidung von Transfetten geachtet wird. Diese greift die Zellwände an. Dadurch wird die Produktion von entzündungshemmenden Prostaglandine gehemmt. Verzichte daher auf gehärtete Fette und frittierte Speisen wie die guten alten Pommes. Kokos- und Palmfette sind Alternativen, da diese auf höhere Temperaturen erhöht werden können.

Desweiteren hilft Dir die Antioxidanttien wie Vittamin C, E, A und Selen. Diese führst Du Deinem Körper am einfachsten durch rohes Gemüse und Obst bei. Roggenkeime, Bierhefe, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Käse und Ei sind wahre Zinkquellen, welches entzündungshemmend wirkt.

 

Wie lassen sich Menstruationsbeschwerden und Krämpfe mildern

Die Chinesen konsumieren generell pro Kopf weniger Milchprodukte als wir hier in Europa. Dies kommt daher, dass gemäss chinesischer Medizin, Milchprodukte zu Verschleimungen führt und damit Krämpfe fördert. Oft ist zu beobachten, dass bei Endometriose Patientinnen eine Endometriose Ernährung - keine MilchprodukteMilchunverträglichkeit diagnostiziert wird. Es ist natürlich schwierig auf Milchprodukte zu verzichten, doch solltest Du zumindest den Konsum in der Woche vor der Periode deutlich eindämmen wenn nicht gar ganz weglassen. Beobachte Dich selbst und beurteile ob Dir das hilft. Ist wie gesagt nicht bei allen Patientinnen so. Fällt der Verzicht schwer, so achte zumindest auf Fettarme Milchprodukte.

Endometriose Ernährung - Magnesium hilft auf jeden FallHelfen wird Dir auf jeden Fall Magnesium sowie Vitamin C, E und B. Magnesium bewirkt, dass sich Krämpfe lösen. Amaranth, Quinoa, Weizenkeime, Soja, grünes Gemüse und Trockenfrüchte sind wertvolle Magnesium Lieferanten.

 

 

 

Darmbeschwerden

Leider ist die Darmflora bei vielen Endometriose Patientinnen beeinträchtigt. Dies ist grundsätzlich verständlich, da Verwachsungen, Entzündungsvorgänge sowohl die Hormongaben dazu führen können. Wir empfehlen bei Darmbeschwerden zusätzlich eine Gluten Unverträglichkeit abzuklären. Blähungen, ständige Müdigkeit sowie massiger Stuhl können Symptome sein. Ist die Diagnose Gluten-Unverträglichkeit, so sollte Frau auf die bekannten Getreidesorten wie Dinkel, Roggen, Weizen und Hafer komplett verzichten. Alternativen dazu sind Reis, Mai, Hirse, Buchweizen und Amaranth. Wir kennen auch betroffene Frauen die auf Quinoa schwören. Für die Verdauung ist es generell gut, Getreidesorten wie Kamut, Hirse, Mais oder Dinkel zur Ernährung beizumischen.

Positive Beeinflussung des Hormonhaushalts

Phyto Östrogene, welche in Sojaprodukten enthalten sind, treffen auf die Rezeptoren wo normalerweise das Östrogen andockt. Dem Körper wird dadurch simuliert, dass genug Östrogen vorhanden ist und drosselt die eigene Produktion. Östrogen begünstigt die Endometriose. Durch die Phyto Östrogene wird dem Körper der Nachschub entzogen. In Sojaprodukten wie Milch, Sprossen, Pudding, Tofu und Bohnen ist Bioflavonoide enthalten. Dieses ist reich an Magnesium, Kalium, Kalzium, B-Vitamine. Sie sind faserreich und helfen dadurch bei Wechselbeschwerden und verringern das Brustkrebsrisiko.

Beeren, Grapefruit, Orangen und Melonen enthalten ebenfalls Bioflavonoide. Diese blockieren die eigene Östrogenproduktion. Der Vorteil von Melonen ist, dass diese Basisch ist und somit der Übersäuerung des Körpers entgegenwirkt. Endometriose Ernährung - Übergewicht

„Leider“ ist Übergewicht bei Endometriose kein guter Begleiter. In Fettzellen läuft die Östrogenproduktion auf Hochtouren, was ja bekanntlich schädlich ist. Nur durch Abnehmen kann die Östrogenproduktion reduziert werden, was Frau zu einem besseren Wohlgefühl verhilft.

Endometriose Ernährung scheint kompliziert zu sein. Ist es im Grundsatz aber nicht. Ihr könnt jedem Leitfaden für „generelle“ gesunde Ernährung folgen und Ihr werdet einen Grossteil der Praxistipps von alleine Umsetzen. Wichtig scheint uns lediglich zu erwähnen, dass möglichst auf Bioprodukte geachtet werden soll. Dieses enthalten keine oder weniger Inhaltsstoffe wie Antibiotika oder Hormone. Gerade bei den Hormonen wird oft Östrogen verwendet, welches Gift bei Endometriose ist.

 

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