Endometriose Forschung

Endometriose Forschung: Neuer Biomarker entdeckt!

An Endometriose wird seit langer Zeit geforscht. Die Diagnose von Endometriose ist sehr schwierig. Die Endometriose Forschung steckt noch in den Kinderschuhen. Es steht ausser Frage, dass in den letzten paar Jahren die Forschungen von Pharmaunternehmen und Universitäten deutlich zugenommen haben. In Deutschland sind rund 6 Mio. Frauen von Endo betroffen, in Oesterreich rund 360’000. So verwundert es nicht, dass die medizinische Universität Wien ebenfalls am Thema forscht. Diese legt nun neue richtungsweisende Erkenntnisse vor.

Sie stützt sich dabei auf eine innovative, endo-spezifische Blut- und Gewebebank. Revolutionär ist auch, dass die Kosten über ein nachhaltiges Private Funding durch die Unternehmerin Ingrid Flick getragen werden. Der Projektname ist gleichnamig: I.N.G.R.I.D (Interdisciplinary New Gynecological Research Group In the Fiele of endometriotic Disease). Sie sichert mit einem sechsstelligen Euro Betrag die entsprechenden Forschungsprojekte. Nun stellt sich ein erster grosser Erfolg ein. Die Uni hat einen vielversprechenden Biomarker für die Erkrankung entdeckt.

Adhäsionsmoleküle als mögliche Biomarker

Wie wir alle wissen ist Endometriose eine gutartige jedoch oft chronisch verlaufende Krankeit. Dadurch tritt Gewebe, welches normalerweise die Innenseite der Gebärmutterhöhle auskleidet (Endometrium), auch an anderen Stellen des Körpers auf. Die Eierstöcke, Darm, Harnblase sowie Becken- und Bauchraum werden häufig angegriffen. Endo verhält sich dabei wie Schleimhaut innerhalb der Gebärmutter. Sie blutet und wächst unter den weiblichen Hormomenen. Symptome dafür sind oft Schmerzen, Regelschmerzen, Schmerzen im Unterbauch usw. Auch die Infertilität (unerfüllter Kinderwunsch) können folgen der Erkrankung sein. Dass die Erkrankung oft erst nach Jahren erkannt wird wissen wir auch bereits. Eine definitive Diagnose kann im Moment nur mit Hilfe der Laparoskopie gestellt werden. Der Bedarf an noninvasiven Diagnose Methoden ist daher enorm. Einerseits um einen operativen Eingriff zu umgehen und andererseits um schneller mit zielgerichteten Therapien beginnen zu können. Die Uni Wien untersuchte deshalb, ob sich spezifische Adhäsionsmoleküle (Bindeproteione zwischen den Zellen) als Biomarker für Endometriose eignen.

Erstaunliches Ergebniss: Die Adhäsionsmoleküle SVCAM-I (soluble VCAM-I) und SICAM-I (soluble ICAM-I) werden bei Frauen mit Endometriose deutlich verstärkt ausgeschüttet und eignen  sich daher in Kombination als möglicher Biomarker im Blutserum. Endometriose ForschungMit einer Sicherheit von knapp 90 Prozent konnte in einer Gruppe von 138 Frauen festgestellt werden, ob eine Endometriose vorliegt oder nicht. In Nachunersuchungen will die Uni nun untersuchen, ob dieser erfolgreiche Ansatz künftig zu einer revolutionären, minimal-invasiven Diagnose-Option werden kann.

 

 

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